Produktlexikon

Metalle

Metalle

Info:

Die Verwertung von Metallen hat eine lange Tradition, da sich Metalle problemlos einschmelzen und in neue Formen bringen lassen. Allerdings dürfen die Metalle keine Anhaftungen von Fremdstoffen wie Fette, Kunststoffe, Gummi, Holz etc. enthalten.

Vermeidung/Verringerung:

Autos müssen vor der Entsorgung trockengelegt werden, d.h. alle Betriebsflüssigkeiten (Kraftstoffe, Öle, Kühl- und Bremsflüssigkeit etc.) und Bleiakkus müssen entnommen, Reifen demontiert werden. Bei Metallen ist eine separate Sammlung nach Metallart anzuraten, da der Produktempfänger die separaten Metalle höher vergütet.

Verwertung/umweltgerechte Entsorgung:

Nach Aussortierung von evtl. vorhandenen Störstoffen werden die Metalle geschreddert und in Stahlwerken (Eisenmetalle) oder NE-Metallhütten (Nichteisenmetalle) zur Herstellung neuer Produkte eingesetzt.

Wohin mit dem Altfahrzeug ?

Die Entsorgung von Altfahrzeugen ist entsprechend der grossherzoglichen Verordnung über Altautos und der Vereinbarung zwischen den Luxemburger Autohändlern/-imporateuren und dem Ministerium für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung geregelt. Betroffen sind neben PKWs (und Transportern mit bis zu 9 Sitzen incl. Fahrer) auch Transporter bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 to. Dies gilt für Fahrzeuge gleich welchen Alters seit dem 01.01.2007.

Industrie und Handel sind demnach verpflichtet, Systeme zur Erfassung und Demontage zu installieren. Der Fahrzeugbesitzer ist verpflichtet, das Altfahrzeug über eine genehmigte Sammelstelle zu entsorgen bzw. zu einer Demontageanlage zu bringen. Hier erhält er ein offizielles Verwertungszertifikat zur Vorlage bei der SNCA. Fahrzeuge können nur mit vorliegendem Verwertungszertifikat abgemeldet werden.

Voraussetzung für die kostenlose Abgabe ist allerdings, dass das Altfahrzeug noch alle essentiellen Teile wie Motor, Getriebe etc. enthält und dass keine Fremdabfälle hinzugefügt wurden.  Die Altfahrzeuge können vom Letztbesitzer sowohl zu einer Annahmestelle als auch direkt zu der Demontageanlage gebracht werden. Fragen Sie Ihren Autohändler. Detailinfos zu den von den Herstellern beauftragten Rücknahmestellen finden sie auf der Internetseite der emwelt.lu.

Verwertung

In der Demontageanlage findet eine sogenannte Schadstoffentfrachtung der Altfahrzeuge statt. Dabei werden alle problematischen Bestandteile, d.h. Betriebsflüssigkeiten, die Batterie, Airbags, der Katalysator, sowie alle anderen Teile, die Problemprodukte enthalten können, entfernt. Neben den Problemprodukten schreibt die Verordnung auch die Demontage von Reifen, Glasscheiben, Aluminiumfelgen, Auswuchtgewichten sowie anderen Metallen vor, falls diese nicht beim späteren Schreddern getrennt werden. Ab dem 1. Januar 2015 sieht die Gesetzgebung höhere Verwertungsquoten von bis zu 95% der Altfahrzeuge vor.

Vermeidung

Die Altautoverordnung geht über die reine Rücknahmeverpflichtung hinaus und fordert explizit neue Vermeidungs- und Verwertungsstrategien. Diese soll u.a. erreicht werden, durch Konzeption und Bau von Fahrzeugen, die leicht zu demontieren sind und deren Teile leichter wiederzuverwenden bzw. zu verwerten sind sowie die Steigerung des Einsatzes von Recyclingprodukten im Automobilbau. In diesem Sinne sind auch feste Verwertungsquoten gefordert. Neben den Quoten sieht die Gesetzgebung auch vor dass gefährliche Bestandteile wie z.B. Quecksilber, Blei, Chrom IV stufenweise bei den Neuwagen durch unproblematische Stoffe ersetzt werden.

Beachten Sie, dass Altfahrzeuge dem Abfallgesetz unterliegen. Dabei gelten Fahrzeuge, die nicht schadstoffentfrachtet wurden und demnach noch Altöle, Betriebsflüssigkeiten oder die Batterie enthalten als gefährlicher Abfall.

Geben Sie Altfahrzeuge daher nicht an unbekannte Aufkäufer oder Schrotthändler. Achten sie darauf das Sie ein offiziell anerkanntes Verwertungszertifikat erhalten.

Achten Sie beim Kauf eines Neufahrzeuges auf die Umwelt, d.h. niedrigen Verbrauch und CO2-Ausstoss, sowie gute Verwertbarkeit am Nutzungsende.

Altfahrzeuge

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Quecksilber – ein nützliches aber auch gefährliches Metall

Metallisches Quecksilber dehnt sich bei Wärme stark aus und verdampft bereits bei Zimmertemperatur. Es wurde u.a. in Thermometern, Manometern, Leuchtstofflampen, Kleinstbatterien (Knopfzellen) und in Schaltern von Elektrogeräten verwendet. Organische und anorganische Quecksilberverbindungen wurden als Bakterizide, Fungizide und Insektizide, als Saat- und Holzbeizen, sowie als Antifoulingmittel für Anstrichfarbstoffe eingesetzt.

Für manche der genannten Anwendungen gibt es inzwischen Alternativen, für andere nicht. Dass Quecksilber immer noch ein aktuelles Thema ist, zeigt auch die Tatsache, dass weiter regelmässig neben quecksilberhaltigen Lampen und Batterien Quecksilberthermometer und andere quecksilberhaltige Produkte über die SuperDrecksKëscht® erfasst werden.

Von der Umwelt in die Nahrung

Quecksilber kann auf verschiedenen Wegen in die Umwelt gelangen, durch natürliche – z.B. vulkanische – Aktivitäten, über Abwässer aus chemischen Betrieben (industrielle Prozesse), aber auch über Haushaltsabfälle. Auch Kohlekraftwerke setzen trotz moderner Filter Quecksilber in der Umwelt frei.

Anorganische und organische Quecksilberverbindungen können sich in der Nahrungskette an reichern und so vom Menschen mit der Nahrung aufgenommen werden, wo sie sich im Körper anreichern. Vergiftungen äußern sich in Nerven- und Nierenschäden. So kam es in den 50er Jahren des vergangen Jahrhunderts durch den Verzehr verseuchten Fisches in Japan zu spektakulären Erkrankungen mit Todesfällen (Minamata-Krankheit), im Irak kam es Anfang der 70er Jahre zu über 500 Todesfällen, durch Saatgut-Vergiftungen.

Gefährlich ist v.a. das Einatmen von elementarem Quecksilberdampf (z.B. beim Zerbrechen eines Thermometers) da dieser zu 80% von den Lungen resorbiert wird. Er schädigt bei höheren Konzentrationen akut die Lungen und chronisch das Zentralnervensystem (ZNS). Akute Vergiftungen äussern sich in schweren Magen- und Darmkoliken, lokalen Schleimhautverätzungen und ggfs. in Nierenversagen. Kleinere Dosen führen zu Zell- und Protoplasmavergiftungen. Das Quecksilber wird u.a. in Leber, Nieren und Gehirn gespeichert und nur langsam über die Nieren wieder ausgeschieden.

Wegen der Gefährlichkeit der Dämpfe ist es wichtig, auch kleinste Mengen elementaren Quecksilber so schnell wie möglich unschädlich zu machen. In Wohn und Arbeitsräumen verschüttetes metallisches Quecksilber muss sorgfältig eingesammelt werden.

Was sollten Sie beim Umgang mit Quecksilber beachten

  • Entsorgen Sie quecksilberhaltige Altprodukte wie Knopfzellen und Leuchtstoffröhren über die SuperDrecksKëscht®. Auch Elektrogeräte können quecksilberhaltige Bestandteile enthalten. Geben Sie diese bei Ihrem Fachhändler oder Ihrem Recyclinghof ab.
  • Sollten Sie Quecksilber aus einem zerbrochenen Thermometer o.ä. entfernen müssen: Bei glatten Oberflächen genügen oft einfach Hilfsmittel wie Schaufel und Besen, bei rauhen Oberflächen sind gegebenenfalls Hilfsmittel, wie spezielle Bindemittel notwendig (z.B.Mercurisorb®). Auch die Aufnahme mittels Klebstreifen ist oft möglich. Geben Sie den Kehrricht in ein geschlossenes Gefäß und geben es bei der SuperDrecksKëscht® ab, beschriftet mit Infos zum Inhalt. Fassen Sie das Quecksilber nicht mit blossen Händen an (Verätzungsgefahr) und vermeiden Sie das Einatmen der Dämpfe. Bei konkreten Fragen stehen Ihnen die Fachleute der SuperDrecksKëscht® jederzeit zur Verfügung.
  • Alte Leuchtstoff- bzw. Energiesparlampen enthalten maximal 5 Milligramm Quecksilber, was für sich gesehen eine geringe Konzentration darstellt (zum Vergleich: bei Thermometern sind es bis zu 500 mg). Das enthaltene Quecksilber kann beim normalen Umgang mit den Lampen nicht in die Umwelt bzw. Umgebungsluft gelangen, da es gebunden ist und nicht elementar vorliegt. Bei vielen neuen Modellen liegt das Quecksilber ausserdem als Gemisch mit anderen Metallen (Amalgam) vor. Verbraucher sollten generell bei allen zerbrechlichen Produkten einen alltagsüblichen vorsichtigen Umgang pflegen. Umgerechnet auf ganz Luxemburg enthalten die jährlich anfallenden Leuchtstofflampen mehrere kg Quecksilber. Geben Sie daher Leuchtstofflampen und auch Lampenbruch von Leuchtstofflampen bei der SuperDrecksKëscht® ab. Diese sammelt diese im Auftrag von Ecotrel ein.

Über die SuperDrecksKëscht entsorgtes Quecksilber wird vollständig recycelt und als Rohstoff in technischen Prozessen eingesetzt. Quecksilberhaltiger Leuchtpulver wird ebenfalls weit möglichst recycelt, ansonsten sicher entsorgt.

Quecksilber vermeiden !

  • Für quecksilberhaltige Batterien und Thermometer gibt es längst Alternativen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Fachhändler oder bei der SuperDrecksKëscht®.

Noch Fragen – wenden Sie sich an die SuperDrecksKëscht®, Tel. 488 216-1.

Quecksilber

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Blei – mit Vorsicht zu ‚geniessen‘

Im normalen Alltag treffen wir heute – glücklicherweise – nicht mehr allzuoft auf bleihaltige Produkte. Das war früher anders. Noch bis in die 1970er Jahre wurde Blei zur Herstellung von Trinkwasserrohren verwendet. Es wurde für Farben (Bleiweiss) und Keramikglasuren verwendet. Auch in Essgeschirr war in früheren Jahrhunderten Blei zu finden und sogenannter Bleizucker wurde sogar zum Süssen, insbesondere von Wein genutzt.

In vielen technischen Anwendungen werden auch heute noch Blei oder Bleiverbindungen verwandt. Das bekannteste Beispiel ist der sogenannte Bleiakkumulator als Starterbatterie in Fahrzeugen. Nachdem Blei und Bleiverbindungen bis in die Gegenwart zu Gesundheitsschäden geführt haben, versucht die Industrie, Blei soweit wie möglich zu ersetzen, auch dort wo die Gesundheitsgefahren gering sind.

Sie reagiert dabei auch auf gesetzliche Regelungen, vor allem durch Verordnungen auf europäischer Ebene. In den 1990er Jahren wurde z.B. Blei im Benzin (in der Verbindung Bleitetraethyl) als Antiklopfmittel verboten. Ganz aktuell ist die Einschränkung der Anwendung von Blei im Automobilbereich durch die Altautoverordnung. Auch in Luxemburg dürfen seit Juli 2005 keine Auswuchtgewichte aus Blei mehr verwendet werden.

Panik ist beim Kontakt mit Blei zwar nicht angebracht. Bei einmaliger Aufnahme von Blei oder Bleisalzen ist kaum eine Giftwirkung zu bemerken. Der Kontakt mit metallischem Blei ist in der Regel ungefährlich. Bleivergiftungen – der berühmte Komponist Ludwig van Beethoven fiel einer solchen zu Opfer – treten nur auf bei regelmässiger Aufnahme auf. Vorsicht ist hier besonders bei Bleiverbindungen oder Staub, die über die Lunge aufgenommen werden, anzuraten.  

Blei- oder bleihaltige Produkte gehören auf keinen Fall in den Restabfall. Dies gilt auch für Kleinstmengen metallischen Bleis. Wenden Sie sich an die SuperDrecksKëscht, wenn Sie Fragen zur Entsorgung haben.

Weitere Tipps und Hinweise erhalten Sie bei der SuperDrecksKëscht unter Tel. 488 216 1.

Blei

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